Der hält, was er verspricht

Der Luxo-Maximum-Bildschirmarm für Wand und Decke.

Für die in vielen Spitälern vorhandenen Leichtbauwände sind robuste und langlebige Halter für Bildschirmarme gefragt. Wir stellen einen Spezialhalter vor, der sich in der Praxis bewährt hat.

▶ FLORIAN FELS

Beim Neubau des Triemli Bettenhauses in Zürich wurde 2016 ein Spezialhalter für die Leichtbauwand-Montage in Kombination mit dem installieren Medienkanal zur Aufnahme der Luxo-Maximum Bildschirmarme von Glamox entwickelt und konstruiert.

Der speziell konstruierte Wand- und Deckenhalter zur Leichtbauwand-Montage.

«Wir standen vor der Herausforderung, eine wirklich dauerhafte Lösung für die Leichtbauwände und Decken zu finden, die allen Anforderungen gerecht wird», beschreibt Peter Jäger, der Erfinder der Halterung, die Aufgabe. Heraus kam eine Konstruktion, die zusätzlich zum Bildschirm und Bildschirmarm auch die Aufnahme von bis zu zwei Netzgeräten, einem Vierkant-Stahlrohr und einer 3-mm-Blechplatte zur Ableitung der Kräfte auf die Leichtbauwand und Medienkanal beinhaltet. Das Stahlrohr ist gefertigt aus zwei ineinandergreifenden, verzahnten Winkeleisen, die Kabelführungen bis etwa 20 Zentimeter vor die Steckdose erlauben. Der Spezialhalter selbst wird aus 3-mm- Stahlblech mit Laserschneide- und industrieller Biegetechnik hergestellt. Er ist mit einem ZPA-Anschluss ausgerüstet, von einem Schweissroboter verschweisst und durch Pulverbeschichtung in dem gewünschten RAL-Farbton gestaltet.

Moderner Terminal
In Kombination mit dem Glamox Bildschirmarm und dem Wandhalter kommt ein moderner Bildschirm für die Patienten zum Einsatz – der Patienten Universal Terminal oder kurz PUT, wie er im Triemli-Spital genannt wird. Er bietet TV, Radio und Telefon und darüber hinaus auch Video on Demand, einen Internet Zugang, er kann Patientenwünsche an die Pflege oder Hotellerie übermitteln und verfügt über einen Zugang für den Arzt zur Patientenakte mit Untersuchungsbefunden, Laborwerten, Röntgenbildern und weiteren Informationen. So sind diese beim Patientengespräch und bei Visitenbesprechungen jederzeit und überall zugänglich. Ebenfalls kann er als Lampe zur Unterstützung von Untersuchungen oder Pflegebehandlungen eingesetzt werden. Die Menüauswahl des Terminals ist mit grossen Symbolen ausgestattet, intuitiv bedienbar und mehrsprachig programmiert. Nach Angaben des Triemli-Personals wird er auch von älteren Patienten sehr gut angenommen.

Geschätzt von der Pflege
Dank der Konstruktion des Luxo-Maximum Bildschirmarms werden die Leichtbauwand und der Medienkanal nur mit dem Gewicht des Bildschirms und dem Eigengewicht des Bildschirmarms belastet und schliesst die Möglichkeit aus, dass sich die Patientin oder der Patient daran aufrichten kann. Den Erfolg des gesamten Projektes bestätigt auch Lilo Enderli, stellvertretende Leiterin Pflege im Stadtspital Tiemli: «Das System hat sich sehr bewährt. Die Patienten lieben den leicht beweglichen Arm, die Pflege schätzt das System, weil sie einfach das Untersuchungslicht einschalten können. Auch lässt sich der Arm einfach wegschwenken und damit die Pflege am Bett einfach durchführen».

Ingenieur HospitalSchweiz (IHS)
Dem Verband IHS gehören die Spital-Ingenieure der Schweiz an. Der IHS fördert und unterstützt die Interessen seiner Aktiv-Mitglieder hinsichtlich ihrer Tätigkeit und Aufgaben in den Spitälern. Im Fachmedium Heime & Spitäler berichten IHS-Mitglieder regelmässig aus ihrem Tätigkeitsbereich.

Weitere Informationen über Peter Jäger, pepaja@bluewin.ch



Best Partner für Kliniken, Spitäler und Heime 4 / 2018